Alsterlauf 2019

Der Alsterlauf 2019: die Hamburger Szene trifft sich und ich will meine persönliche Bestzeit knacken.

Nicht nur wir vom Hamburger Sportclub sind mit mehren Personen vertreten. Auch viele andere Vereine und Laufgruppen stehen in größeren Gruppen im Startbereich. Es hat trotz der Menge etwas Familiäres. Man kennt sich und es lenkt von der Aufregung vor dem Start ab noch hier und da zu schnacken.
Die Strecke finde ich persönlich gar nicht so lohnenswert, das Startgeld für 10 Km recht üppig, aber es sind Hamburger Meisterschaften im 10 Km Straßenlauf. Daher habe ich mich einerseits mit Trainingsplan darauf vorbereitet und mir andererseits auch das Ziel gesetzt meine Zeit aus dem letzten Jahr zu verbessern. So gehe ich nicht an jeden Wettkampf heran. Es mach tatsächlich auch Spaß sich so etwas vorzunehmen und darauf hin zu trainieren, aber zu oft… bei jedem Wettkampf ein ehrgeiziges Ziel? Nein, das artet dann doch in unnötigen Stress aus.
Aber zurück zum Alsterlauf: neben der Stimmung und den vielen bekannten Gesichtern sei das Wetter erwähnt. Sonne, kein Wind, nicht zu warm – es hätte nicht besser sein können. So ging auch der Lauf los. Ich kam gut rein, konnte das geplante Tempo und laufen und bin zwischen Kilometer 5 und 6 noch guter Dinge an Olli vorbeigelaufen. Danach, am Westufer der Alster ging dann aber plötzlich nichts mehr. Die Beine waren schwer und ich wurde immer langsamer. Dabei waren die Steigungen echt nur milde, wir sind ja schließlich in Hamburg. Aufgeben ist für mich allerdings keine Option. Es gibt Läuferinnen und Läufer, die den Wettkampf abbrechen, wenn sie merken, dass sie ihre Zielzeit nicht erreichen. Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich bin also weitergelaufen und war eine Minute langsamer im Ziel als gehofft.
Erleichtert es geschafft zu haben, gleich auf Olli und Patrick getroffen und noch auf meinen Sohn gewartet, der auch mitgelaufen ist. Gestärkt mit Franzbrötchen vom Veranstalter (das finde ich mal eine regional passende Zielverpflegung) haben wir uns dann noch die Siegerehrung angeguckt. Ich war dabei aber schon in Gedanken bei der jetzt folgenden trainingsplanfreien Zeit, die ich in vollen Zügen genießen werde.

Katharina